Dachfonds
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Dachfonds
Dachfonds investieren als "Dach" in andere Investmentfonds, die dann als Zielfonds bezeichnet werden. Der Sinn der Anlage kann in der Bündelung des Kapitals hinsichtlich einer Thematik, bestimmter Branchen, Assetklassen oder Regionen sein.
Einem in Österreich zugelassenen Dachfonds stehen grundsätzlich alle im Land zugelassenen Investmentfonds offen, wenn diese nicht selbst Dachfonds sind, womit man Kaskadeneffekte vermeiden will, also crashartige Abstürze aller Beteiligten. Es sind zudem Grenzen für die Beteiligung der Zielfonds am Dachfonds festgelegt, in der Regel 20%, umgekehrt darf der Dachfonds nicht mehr als 10% am Zielfonds halten.
Der Vorteil eines Dachfonds besteht eindeutig in der Auswahl der attraktivsten Zielfonds. Es ist denkbar, dass der Dachfonds thematisch spezialisiert ist, zum Beispiel auf Rohstoffe, und sich Zielfonds aussucht, die in dieser Assetklasse in einem bestimmten Bereich eine überdurchschnittliche Performance aufweisen, wodurch die attraktivsten Renditechancen im Dachfonds gebündelt werden. Die Auswahl der Zielfonds und ihrer jeweiligen Anteile ist die große Chance und gleichzeitig das Risiko der Dachfondsmanager, denn den erhöhten Chancen und der Risikostreuung durch Diversifikation stehen neue Risiken der Klumpenbildung gegenüber, wenn sich der Dachfonds auf eine Thematik konzentriert und die Assets dieser Zielrichtung gleichzeitig rückläufig sind, wie es bei Rohstoffen oder Indizes manchmal der Fall ist.
In Österreich wird seit dem Jahr 2000 der Dachfonds-Award vergeben. Hierbei werden die erfolgreichsten Dachfonds und deren Manager ausgezeichnet, die Veranstaltung findet alljährlich im Wiener UNIQA Tower statt. Spitzenmanager der ausgezeichneten Fonds wie Karl E. Surma reden bei solchen Gelegenheiten auch über ihre Philosophie: Benchmarkfreies Management und eingehende Analyse sind die Schlüssel zum Erfolg.
