Offene Fonds
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Offene Fonds
Die meisten in Österreich geführten Fonds sind offene Fonds. Im Unterschied zu geschlossenen Fonds gibt es bei offenen Fonds keine Begrenzung hinsichtlich des Fondsvermögens und keine Festlegungen hinsichtlich der Anteilseignerstruktur. Die Fondsgesellschaft kann Anteile nach Bedarf ausgeben und ist jederzeit zur Rücknahme verpflichtet. So wird das Fondsvermögen auf viele Kleinanleger aufgeteilt, die so zu Miteigentümern werden und Anspruch auf Gewinnbeteiligung haben, aber auch das Verlustrisiko mittragen. Die Wertentwicklung der Fondsanteile hängt hauptsächlich von der Marktentwicklung ab. Offene Fonds gelten als weniger risikobehaftet als geschlossene Fonds. Investiert wird, wie auch bei geschlossenen Fonds, hauptsächlich in Immobilien, Aktien oder Rentenpapiere, wobei das Miteigentum am Fondsvermögen durch ein Wertpapier verbrieft wird.
Die Rücknahme der Anteile erfolgt zum jeweils aktuellen Rücknahmekurs. Dieser ist in der Regel niedriger als der entsprechende Ausgabekurs, da die Fondsgesellschaft beim Verkauf der Anteile einen Ausgabeaufschlag, das Agio, zur Deckung der Verwaltungsgebühren und Transaktionskosten berechnet. Wer Fondsanteile kaufen möchte, kann das nicht nur direkt bei der Fondsgesellschaft, sondern auch bei Banken, Versicherungen oder entsprechenden Plattformen im Internet. Anteile offener Fonds können auch an der Börse gehandelt werden.
Im Gegensatz zu geschlossenen Fonds unterliegen offene Fonds in Deutschland dem Investmentgesetz und werden hinsichtlich der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften durch das BaFin überwacht. Zum Beispiel muss der Grundsatz der Risikostreuung innerhalb des Fonds eingehalten werden. Fondsvermögen wird von der Fondsgesellschaft übrigens immer als Sondervermögen geführt, das heißt getrennt vom Vermögen der Gesellschaft, damit das Fondsvermögen bei einer Insolvenz der Gesellschaft erhalten bleibt. In diesem Fall erfolgt die Auszahlung der Anteile über die Depotbank.
